Oder mal… bunt?

Das Wetter war heute nur so mittel. Nicht sehr warm und ganz schön bewölkt. An den See fahren war also nicht möglich (Unglaublich: Dieses Jahr war ich erst ein einziges Mal am See!), also dachte ich mir: Das ist der perfekte Sonntagnachmittag zum Malen.

In den letzten Wochen habe ich oft Tusche und Feder benutzt; sehr klein und detailliert gezeichnet und schwungvoll und wild Schriftzüge geübt. Also wollte ich diesmal ein wenig mit Farben experimentieren. Perfektes Motiv dafür sind natürlich: Blumen.

Diese Blüten habe ich also erst grob mit Aquarellfarben gemalt, dann trocknen lassen, und schließlich mit schwarzer Tusche nachgezeichnet. Das Ergebnis ist natürlich nicht perfekt (inklusive zwei dicke Tuscheflecken), aber irgendwie gefällt es mir – schön bunt, etwas wirr und trotzdem irgendwie beruhigend.

Was soll ich sagen: Der Sonntagnachmittag war also doch sehr schön. 😉

Ach, und P.S.: Dazu habe ich einen echt guten Podcast gehört: “50 States“, das sind saucoole Reisereportagen aus den USA.

Minis: Fahrzeuge

Ich zeichne saugerne nach dem Buch “Ed Emberley’s Drawing Book Make a World“. Das ist so ein beruhigende Übung, die kleinen Motive nachzuzeichnen; und gleichzeitig übe ich dabei, mit Tusche und Feder umzugehen. Für diese winzigkleinen Fahrzeuge habe ich eine (ganz neue und sehr spitze) Röhrchenfeder benutzt, mit Liquid Ink.

Das Notizbuch ist übrigens DIN A 5. (Ich hätte noch meine Finger dazu fotografieren sollen, damit man sieht, wie klein die Fahrzeuge sind! Mache ich dann das nächste Mal.)

Und ich habe nachgezählt: 55 Mini-Fahrzeuge passen so auf eine Seite. 🙂

Ein Gutschein mit Stehlampe

So, nun ist meine zweite Auftragarbeit als Zeichnerin fertig. Juhu! (Die erste war im Dezember, eine Weihnachtskarte für eine Firma; damals hattte ich diesen Blog leider noch nicht, also auch keinen Eintrag darüber.) Mein zweiter Auftrag war nun: eine Zeichnung für einen Restaurant-Gutschein.

Ich bin wahnsinnig glücklich mit dem Ergebnis, und meine Auftraggeberin (die wunderbare Nadia, Besitzerin des Restaurants Edelweiss in München) auch – besser kann es ja nicht laufen, oder?

Also: Auftrag war, eine kleine Zeichnung anzufertigen, die perfekt zum Edelweiss passt und seine Atmosphäre wiedergibt; und die dann auf Essensgutscheine und die Speisekarte gedruckt werden können.

Ich hatte ziemlich viel mit Tuschezeichnungen experimentiert (den Making-Of-Artikel dazu gibt es hier), bis ich festgestellt habe: Die wichtigsten Aspekte sind erstens die Lampen, Ausdruck der Gemütlichkeit; und zweitens das Essen samt Getränken. (Hm, klar, ist ja auch ein Restaurant.) Die Glühbirne, die alte Lampe, zwei Teller mit Essen, zwei Weingläser, eine Weinflasche und ein Milchkaffee wurden also feierlich von mir auserwählt, ausgeschnitten und tausendmal herum arrangiert, bis alles gepasst hat. Dann habe ich sie abfotografiert (wichtig für den Schatten-Effekt, siehe auch das Making-Of vom Stop-Motion-Video) – und schließlich digital in den Gutschein eingefügt.

Die Gutscheine wurden nun gedruckt und geliefert; und ich bin sofort ins Edelweiss gefahren, um sie mir anzusehen.

Also, ich empfehle: Dort hingehen, was essen und trinken – und dann unbedingt noch einen Gutschein kaufen! 😉

Making of: Ein gemütlicher Gutschein

Ich habe wieder einen Zeichen-Auftrag bekommen (der zweite offizielle in meinem Leben, yay!), und zwar von einem Restaurant, dem Edelweiss in München. Oder besser gesagt von seiner Besitzerin: Nadia. Sie ist wahnsinnig nett und das Restaurant ist wahnsinnig toll, denn sie macht sich viele Gedanken über alles. Etwa was für Essen und welche Getränke sie ihren Gästen anbietet; es soll nachhaltig sein, es soll sehr gut sein, es soll schön aussehen – sie ist eine Slow-Food-Anhängerin, will die Umwelt schützen, will anders sein als andere Lokale. Zudem will sie eine tolle Atmopshäre bieten (tut sie auch). Und: Sie will sich gleichzeitig nicht komplett aufarbeiten. (Ihr seht schon: Wir sind genau auf einer Wellenlänge.)

Was außerdem noch toll an ihr ist: Sie weiß Kreativität und Kunst zu schätzen. Als sie mich also gefragt hat, ob ich was für sie zeichnen will, war ich ganz aus dem Häuschen! Fürs Edelweiss! Für die Nadia! Wie cool! Natürlich habe ich sofort ja gesagt.

Also: Der Auftrag war, eine kleine Zeichnung anzufertigen, die perfekt zum Edelweiss passt und seine Atmosphäre wiedergibt; und die dann auf Essensgutscheine und die Speisekarte gedruckt werden können.

Ich habe dann viel mit Tuschezeichnungen experimentiert. Mit dem großen Sofa, vor allem.

Aber irgendwann habe ich dann festgestellt: Das wichtigste am Edelweiss sind erstens die Lampen, Ausdruck der Gemütlichkeit; und zweitens das Essen und die Getränke. Also habe ich die Glühbirne, die alte Lampe, zwei Teller mit Essen, einen Milchkaffee, zwei Weingläser, eine Weinflasche, und, natürlich, ein Edelweiss feierlich auserwählt, ausgeschnitten und tausendmal herum arrangiert, bis alles gepasst hat. Dann habe ich sie abfotografiert – diesmal im Wohnzimmer mit Tageslicht, das für den Schatten sorgen sollte.

Das ist das Ergebnis:

Sieht doch gemütlich aus, oder? 🙂

Making of: Das Stop-Motion-Video

Ich habe mein erstes Stop-Motion-Video kreiert! (Zu sehen ist nun auf der Startseite meiner Webseite.) Es war echt viel Arbeit, aber ich wollte es unbedingt mal ausprobieren – und es hat wirklich wahnsinnig viel Spaß gemacht. Juhu!

Also: Ich wollte eine Art Header-Video für mich und meine Webseite haben. Klar war mir schon, dass mein Name und die Themen “schreiben” und “zeichnen” vorkommen sollten. Also habe ich gezeichnet und gekritzelt und ausprobiert, was dazu passen würde.

In die Endauswahl sind schließlich gekommen: meine Schreibmaschine, mein Kännchen mit Pinseln darin, meine Vase als Stifte-Halter, einzelne Döschen, Stifte, ein Tuscheglas und ein Radierer (alles gezeichnet, logisch). Dazu mein Namens-Schriftzug, das Wort “zeichnet” gezeichnet, und das Wort “schreibt”, getippt auf der Schreibmaschine.

Dazu wurde mir die “Story-Line” (etwas hochtrabend für so ein kurzes Video) klar: Mein Name ploppt auf, dann wird das Wort “schreibt” getippt, dann das Wort “zeichnet” gezeichnet, dann ploppen die übrigen Utensilien auf, es gibt es kleines Chaos, und dann: steht alles perfekt da.

Ganz einfach also! (Haha.)

Gut. Die kleinen Zeichnungen und Worte habe ich also alle ausgeschnitten (siehe das Bild ganz oben), auf ein Blatt Papier gelegt und ewig (ewig!) ausprobiert, wie sie richtig liegen sollten. (Solche Layout-Fragen können extrem viel Zeit kosten, Wahnsinn.)

Als dann klar war, wie das End-Bild aussehen sollte, fing ich mit den Fotos an. Also: Fotoapparat samt Stativ aufbauen, Zimmer verdunkeln, die passenden Lampen richtig anordnen, das weiße Blatt Papier an den Seiten abreißen (gibt auch noch so ein schönes haptisches Gefühl), und erst einmal das leere Blatt auf schwarzem Grund fotografieren.

Ach ja, einen Fernauslöser hatte ich mir zwischendrin auch noch gekauft, damit ich nicht jedes Mal an die Kamera hinlangen muss für jedes Foto – die Gefahr, dass dann was verwackelt, war mir zu groß.

Dann habe ich überlegt: Wie viele Sekunden lang soll das Video eigentlich werden? Vielleicht 15 Sekunden? (Damals hatte ich mich noch nicht mit Insta-Reels befasst, aber 15 Sekunden erschienen auch mir spontan eine gute, kurze Zeit.)

Also: 24 Bilder pro Sekunde, macht etwa: 360 Bilder.
360! Schluck.

Dann entschied ich, welche Einstellung wie viel Zeit bekommt: Dass mein Namenszug gut zu sehen und zu lesen ist, bevor es weiter geht; dass es nach jedem getippten Buchstaben kurz dauert, bevor der nächste auftaucht, und so weiter.

Dafür habe ich quasi ein “Storyboard” geschrieben, damit ich wusste, wie viele Fotos ich von jeder Einstellung brauchen würde.

Und dann ging es los. Ich wollte es unbedingt in einem Rutsch durch machen, damit ich nicht Angst haben müsste, dass ich in den Pausen was verwackle, oder vergesse, wo ich gerade war.

Die ersten 100 Fotos konnte ich gleich mal wieder wegschmeißen – jedes war anders belichtet. Argh. (Ich bin eben keine Fotografin.) Also habe ich die Belichtung genau festgelegt (keine Ahnung mehr, wie, ich habe es gegoogelt und dann nach Anleitung gemacht), und wieder von neuem angefangen.

Also: Leeres Blatt, ein, zwei, drei, vier Fotos, klick, klick, klick, klick. Dann den Schriftzug mit Pinzette hinlegen. Ein Foto, klick. Mit der Pinzette einen Millimeter verrutschen, ein Foto, klick. Mit der Pinzette einen Millimeter verrutschen, ein Foto, klick. Mit der Pinzette einen Millimeter verrutschen, ein Foto, klick.

Und so weiter.

Das dauert wirklich, wirklich lang. Und man darf nie den Faden verlieren – wenn man die Fotos gleich in der richtigen perfekten Reihenfolge haben will (wie ich eben).

Das Ganze ist also eine echte Konzentrationssache. Und eine ziemlich präzise Arbeit: Nie darf man gegen irgendeine Zeichnung stoßen, denn schon wäre alles versaut.

Es hat also ewig gedauert. Aber dann hatte ich alle Bilder im Kasten! (Das wollte ich schon immer mal sagen.)

Dann musste ich die Fotos nur noch meinem Video- und Sound-Editor Niklas schicken. (Der ist einfach wahnsinnig gut – ich habe nicht einmal drüber nachgedacht, mir selbst so ein Video-Editing-Programm zuzulegen und mich da reinzuarbeiten; niemals würde ich so gut wie er werden.) Wir hatten schon vorher genau darüber geredet, wie alles aussehen und sich anhören sollte – und er hat es genauso hinbekommen. Wahnsinn.

Also: Ich liebe dieses Video. Ehrlich.

(Ach, und P.S.: Es sind doch 18 Sekunden geworden. Wasweißichwarum.)