Making of: Das Stop-Motion-Video

Ich habe mein erstes Stop-Motion-Video kreiert! (Zu sehen ist nun auf der Startseite meiner Webseite.) Es war echt viel Arbeit, aber ich wollte es unbedingt mal ausprobieren – und es hat wirklich wahnsinnig viel Spaß gemacht. Juhu!

Also: Ich wollte eine Art Header-Video für mich und meine Webseite haben. Klar war mir schon, dass mein Name und die Themen “schreiben” und “zeichnen” vorkommen sollten. Also habe ich gezeichnet und gekritzelt und ausprobiert, was dazu passen würde.

In die Endauswahl sind schließlich gekommen: meine Schreibmaschine, mein Kännchen mit Pinseln darin, meine Vase als Stifte-Halter, einzelne Döschen, Stifte, ein Tuscheglas und ein Radierer (alles gezeichnet, logisch). Dazu mein Namens-Schriftzug, das Wort “zeichnet” gezeichnet, und das Wort “schreibt”, getippt auf der Schreibmaschine.

Dazu wurde mir die “Story-Line” (etwas hochtrabend für so ein kurzes Video) klar: Mein Name ploppt auf, dann wird das Wort “schreibt” getippt, dann das Wort “zeichnet” gezeichnet, dann ploppen die übrigen Utensilien auf, es gibt es kleines Chaos, und dann: steht alles perfekt da.

Ganz einfach also! (Haha.)

Gut. Die kleinen Zeichnungen und Worte habe ich also alle ausgeschnitten (siehe das Bild ganz oben), auf ein Blatt Papier gelegt und ewig (ewig!) ausprobiert, wie sie richtig liegen sollten. (Solche Layout-Fragen können extrem viel Zeit kosten, Wahnsinn.)

Als dann klar war, wie das End-Bild aussehen sollte, fing ich mit den Fotos an. Also: Fotoapparat samt Stativ aufbauen, Zimmer verdunkeln, die passenden Lampen richtig anordnen, das weiße Blatt Papier an den Seiten abreißen (gibt auch noch so ein schönes haptisches Gefühl), und erst einmal das leere Blatt auf schwarzem Grund fotografieren.

Ach ja, einen Fernauslöser hatte ich mir zwischendrin auch noch gekauft, damit ich nicht jedes Mal an die Kamera hinlangen muss für jedes Foto – die Gefahr, dass dann was verwackelt, war mir zu groß.

Dann habe ich überlegt: Wie viele Sekunden lang soll das Video eigentlich werden? Vielleicht 15 Sekunden? (Damals hatte ich mich noch nicht mit Insta-Reels befasst, aber 15 Sekunden erschienen auch mir spontan eine gute, kurze Zeit.)

Also: 24 Bilder pro Sekunde, macht etwa: 360 Bilder.
360! Schluck.

Dann entschied ich, welche Einstellung wie viel Zeit bekommt: Dass mein Namenszug gut zu sehen und zu lesen ist, bevor es weiter geht; dass es nach jedem getippten Buchstaben kurz dauert, bevor der nächste auftaucht, und so weiter.

Dafür habe ich quasi ein “Storyboard” geschrieben, damit ich wusste, wie viele Fotos ich von jeder Einstellung brauchen würde.

Und dann ging es los. Ich wollte es unbedingt in einem Rutsch durch machen, damit ich nicht Angst haben müsste, dass ich in den Pausen was verwackle, oder vergesse, wo ich gerade war.

Die ersten 100 Fotos konnte ich gleich mal wieder wegschmeißen – jedes war anders belichtet. Argh. (Ich bin eben keine Fotografin.) Also habe ich die Belichtung genau festgelegt (keine Ahnung mehr, wie, ich habe es gegoogelt und dann nach Anleitung gemacht), und wieder von neuem angefangen.

Also: Leeres Blatt, ein, zwei, drei, vier Fotos, klick, klick, klick, klick. Dann den Schriftzug mit Pinzette hinlegen. Ein Foto, klick. Mit der Pinzette einen Millimeter verrutschen, ein Foto, klick. Mit der Pinzette einen Millimeter verrutschen, ein Foto, klick. Mit der Pinzette einen Millimeter verrutschen, ein Foto, klick.

Und so weiter.

Das dauert wirklich, wirklich lang. Und man darf nie den Faden verlieren – wenn man die Fotos gleich in der richtigen perfekten Reihenfolge haben will (wie ich eben).

Das Ganze ist also eine echte Konzentrationssache. Und eine ziemlich präzise Arbeit: Nie darf man gegen irgendeine Zeichnung stoßen, denn schon wäre alles versaut.

Es hat also ewig gedauert. Aber dann hatte ich alle Bilder im Kasten! (Das wollte ich schon immer mal sagen.)

Dann musste ich die Fotos nur noch meinem Video- und Sound-Editor Niklas schicken. (Der ist einfach wahnsinnig gut – ich habe nicht einmal drüber nachgedacht, mir selbst so ein Video-Editing-Programm zuzulegen und mich da reinzuarbeiten; niemals würde ich so gut wie er werden.) Wir hatten schon vorher genau darüber geredet, wie alles aussehen und sich anhören sollte – und er hat es genauso hinbekommen. Wahnsinn.

Also: Ich liebe dieses Video. Ehrlich.

(Ach, und P.S.: Es sind doch 18 Sekunden geworden. Wasweißichwarum.)

Nina Praun. Schreibt und zeichnet.

Ich heiße Nina Praun. Ich schreibe und zeichne: Geschichten, Bilder, Welten.

Dieses Video habe ich etwa kreiert, gezeichnet, gestaltet, fotografiert. (Unbedingt den Ton anschalten!) Fertig gestellt hat das Ganze dann der sensationelle Nachwuchs-Video-Editor Niklas.

Was mache ich außerdem?

Ich schreibe Texte; für Webseiten & Blogs, Magazine & Zeitungen. (Auch für euch, wenn ihr wollt.)
Ich schreibe einen Newsletter namens Mußestunde, der alle zwei Wochen verschickt wird. (Auch an euch, wenn ihr wollt.)
Und ich zeichne; für meine Karten, Kalender und Poster – und für eure Karten, Webseiten, Visitenkarten, Speisekarten, Gutscheine oder Logos. (Wenn ihr das wollt.)

Mehr Gedanken und Fotos zu meinen Arbeiten gibt es unten im Blog – und mehr Gedanken rund um das entspannte, selbstständige und kreative Leben gibt es in der Mußestunde.